10 Etikette Fehler, die Sie sofort abstellen sollten – für souveräne Umgangsformen

Februar 3, 2026

uberleben.com.de

10 Etikette Fehler, die Sie sofort abstellen sollten – für souveräne Umgangsformen

Hand aufs Herz: Kennen Sie das Gefühl, in einer sozialen Situation unsicher zu sein, ob Sie gerade alles richtig machen? Oder haben Sie schon einmal erlebt, wie jemand unabsichtlich in ein Fettnäpfchen getreten ist? Etikette Fehler sind menschlich, aber mit ein paar einfachen Kniffen lassen sich unangenehme Momente vermeiden und die eigenen Umgangsformen verbessern. Es geht nicht darum, steif oder altmodisch zu sein, sondern darum, Respekt und Wertschätzung zu zeigen – und das mit Leichtigkeit.

Heute sprechen wir über zehn häufige Fauxpas, die uns im Alltag immer wieder begegnen und wie Sie souveräner auftreten können.

Bedanken Sie sich umgehend nach Erhalt eines Geschenks und folgen Sie mit einer spezifischen Danksagung nach dem Auspacken.

Ein klassischer Fehler, der leider oft passiert: Man erhält ein Geschenk und vergisst, sich zeitnah zu bedanken. Dabei ist es so wichtig! Sobald Sie wissen, dass das Geschenk angekommen ist, sollten Sie sich sofort melden – auch wenn Sie es noch nicht geöffnet haben. Eine kurze Nachricht wie „Vielen Dank, dein Geschenk ist angekommen!“ ist ausreichend. Nachdem Sie es ausgepackt haben, folgt eine zweite, detailliertere Danksagung. Erwähnen Sie etwas Spezifisches, das Ihnen am Geschenk gefällt, oder wie aufmerksam der Schenker war. Das zeigt wahre Wertschätzung.

Antworten Sie auf ein „Danke schön“ korrekt mit „Gern geschehen“ oder „Es war mir ein Vergnügen“, statt mit „Kein Problem“, um Wertschätzung zu zeigen.

„Kein Problem!“ Diese Antwort hören wir heutzutage überall, wenn sich jemand bedankt. Doch ehrlich gesagt, ist das ein Missverständnis. Wenn Sie auf ein „Danke schön“ mit „Kein Problem“ reagieren, implizieren Sie, dass die Bitte des anderen eigentlich eine Belastung oder ein echtes Problem für Sie war. Die korrekte und viel freundlichere Reaktion ist ein aufrichtiges „Gern geschehen“ oder „Es war mir ein Vergnügen“. Damit signalisieren Sie, dass Sie gerne geholfen haben und die Geste keine Mühe war. Es sind die kleinen Gesten, die den Unterschied machen und für gute Manieren stehen.

Begrüßen Sie ältere Personen oder Unbekannte stets mit einem formellen „Hallo“ oder „Guten Tag“, niemals mit dem zu informellen „Hey“.

Manchmal wundern wir uns, wie schnell die Sprachbarrieren fallen – oder eben auch nicht. Das Wort „Hey“ hat sich in den letzten Jahren immer mehr eingeschlichen, aber es ist leider unangebracht, wenn Sie ältere Personen oder jemanden, den Sie nicht kennen, zum ersten Mal ansprechen. Egal ob auf der Straße, in Nachrichten, E-Mails oder sozialen Medien: Halten Sie es formell. Ein „Hallo“ oder „Guten Tag“ ist hier die angemessene und respektvolle Wahl.

Warten Sie in sozialen Situationen, bis eine Frau ihre Hand zum Händedruck anbietet; im Geschäftsleben ist die hierarchische Position ausschlaggebend.

Händedruck-Regeln können verwirrend sein! In sozialen Situationen gilt immer noch: Warten Sie als Mann, bis eine Frau Ihnen die Hand zum Händedruck anbietet. Wenn ein Mann zuerst die Hand ausstreckt, kann dies die Frau in eine unangenehme Lage bringen, in der sie sich verpflichtet fühlt, zu reagieren, obwohl sie es vielleicht nicht möchte. Im geschäftlichen Umfeld hingegen spielen Geschlechterrollen keine Rolle. Hier entscheidet die hierarchische Position, wer wem zuerst die Hand reicht. Der Ranghöhere streckt zuerst die Hand aus.

Benutztes Besteck gehört nach Gebrauch niemals zurück auf die Tischdecke, sondern sollte immer auf dem Teller abgelegt werden.

Am Tisch lauern einige Etikette Fehler. Ein häufiger ist der Umgang mit gebrauchtem Besteck. Sobald Ihr Besteck das Essen berührt hat, hat es auf der Tischdecke nichts mehr zu suchen. Legen Sie Gabel und Messer stattdessen immer auf dem Teller ab. Egal ob Sie eine Pause machen oder fertig gegessen haben – das Besteck bleibt auf dem Teller. Das ist eine der grundlegendsten Tischmanieren, die zeigt, dass Sie auf Sauberkeit und Ordnung achten.

Niesen Sie niemals in die rechte Hand.

Wir alle müssen mal niesen, aber wie wir es tun, sagt viel über unsere Gute Manieren aus. Insbesondere das Niesen in die rechte Hand ist unhöflich und unhygienisch. Warum? Weil wir diese Hand in der Regel zum Händedruck verwenden und so Keime leicht übertragen könnten. Drehen Sie Ihren Kopf weg von anderen Personen, entschuldigen Sie sich kurz und niesen Sie entweder in die Beuge Ihres Ellbogens oder in die linke Handfläche. Das ist die saubere und rücksichtsvolle Art.

Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Personen.

Stellen Sie sich vor, Sie unterhalten sich in einer Gruppe, und jemand zeigt immer wieder mit dem Finger auf die Person, über die gerade gesprochen wird. Das ist nicht nur in vielen Kulturen extrem unhöflich, sondern wirkt auch herablassend. Wenn Sie auf jemanden verweisen möchten, verwenden Sie stattdessen die ganze Hand, um eine Geste in Richtung der Person zu machen. Das ist wesentlich respektvoller und trägt zu angenehmeren Umgangsformen bei.

Achten Sie auf korrekte Namen – Schreibweise und Aussprache.

Der Name einer Person ist etwas sehr Persönliches und Wertvolles. Es ist ein Akt des Respekts, wenn man ihn korrekt schreibt und ausspricht. Leider passiert es viel zu oft, dass Namen falsch geschrieben oder ausgesprochen werden. Achten Sie immer darauf, den Namen richtig zu buchstabieren – und vergessen Sie nicht, den ersten Buchstaben großzuschreiben. Wenn Sie sich bei der Aussprache unsicher sind, fragen Sie lieber höflich nach: „Könnten Sie mir bitte sagen, wie ich Ihren Namen richtig ausspreche?“ Die meisten Menschen werden es zu schätzen wissen, dass Sie sich die Mühe machen.

Verwechseln Sie nicht Ihr Glas.

Auf Partys oder Veranstaltungen, besonders nach einer Tanzpause, kann es schnell passieren, dass man sein Glas mit dem des Tischnachbarn verwechselt. Um das zu vermeiden, gibt es einen einfachen Trick: Wenn Sie Ihre linke Hand zu einem Kreis formen, ergibt sich der Buchstabe „B“ (für Brot/Butter, die links stehen). Formen Sie Ihre rechte Hand, ergibt sich der Buchstabe „D“ (für Drinks, die rechts stehen). Merken Sie sich: Ihr Trinkglas steht immer auf der rechten Seite Ihres Tellers. So greifen Sie garantiert nicht ins falsche Glas! Auch das gehört zu guten Tischmanieren.

Halten Sie beim Teetrinken nicht den kleinen Finger ab.

Der hochgestreckte kleine Finger beim Teetrinken ist ein weit verbreitetes Missverständnis von Eleganz – das Gegenteil ist der Fall! Es ist nicht nur unangebracht, sondern wirkt auch ein wenig übertrieben. Die richtige Art, eine Teetasse zu halten, ist, den Henkel mit Daumen und Zeigefinger zu umgreifen, den Mittelfinger als Stütze zu verwenden und den Ringfinger sowie den kleinen Finger sanft nach innen zu krümmen. So liegt die Tasse bequem und sicher in der Hand, ohne dass ein Finger absteht.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte ich nicht „Kein Problem“ sagen, wenn sich jemand bedankt?

Die Phrase „Kein Problem“ impliziert, dass die Bitte oder Handlung, für die sich jemand bedankt, eigentlich eine Mühe oder Belastung für Sie war. Dies kann unfreiwillig als Undankbarkeit oder Widerwillen interpretiert werden. Ein „Gern geschehen“ oder „Es war mir ein Vergnügen“ zeigt hingegen, dass Sie die Hilfe gerne geleistet haben und Wertschätzung für die Dankbarkeit des anderen empfinden.

Welche Regeln gelten für den Händedruck zwischen Männern und Frauen?

In sozialen Situationen warten Männer traditionell, bis eine Frau ihre Hand zum Händedruck anbietet. Dies gibt der Frau die Wahl und vermeidet unbehagliche Momente. Im geschäftlichen Kontext spielt das Geschlecht keine Rolle; hier entscheidet die hierarchische Position, wer wem zuerst die Hand reicht. Der Ranghöhere streckt zuerst die Hand aus.

Wie niese ich höflich in der Öffentlichkeit?

Um Etikette Fehler und die Verbreitung von Keimen zu vermeiden, niesen Sie niemals in die offene rechte Hand. Drehen Sie stattdessen den Kopf von anderen Personen weg, entschuldigen Sie sich kurz und niesen Sie in die Beuge Ihres Ellbogens oder in die linke Handfläche. Dies ist hygienischer und rücksichtsvoller.

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