Hand aufs Herz: Wer von uns kennt das nicht? Der Wecker klingelt und der Gedanke, jetzt tatsächlich aufzustehen, fühlt sich an wie der pure Kampf. Das warme Bett festhalten, noch fünf Minuten, nur noch ein paar Sekunden… Und ehe man sich versieht, ist man wieder in den Snooze-Modus abgedriftet. Es ist eine Gewohnheit, die uns alle betrifft, aber was, wenn wir dir sagen würden, dass es überraschend einfach sein kann, morgens leichter aus dem Bett zu kommen und dauerhaft zu einem echten Morgenmenschen zu werden?
Viele glauben, dass sie einfach keine Morgenmenschen sind. Doch die Erfahrung zeigt: Mit ein paar cleveren Tricks und einem bewussten Ansatz kann jeder seine Morgenroutine verbessern und mit mehr Energie in den Tag starten. Wir haben fünf erprobte Tipps für dich gesammelt, die dir helfen, das Bett morgens müheloser zu verlassen.
Finde dein „Warum“: Dein starker Grund entscheidet
Der absolut wichtigste Schritt, um morgens überhaupt erst aufstehen zu wollen, ist ein klarer Grund. Warum willst du eigentlich früh aufstehen? Möchtest du mehr Zeit für dich haben, bevor der Trubel des Tages beginnt? Bist du morgens produktiver und möchtest diese Stunden nutzen? Oder sehnst du dich danach, deine Abende für Freunde, Familie und Hobbys freizuhalten, anstatt noch an der Arbeit zu sitzen?
Ein starkes „Warum“ ist der Motor, der dich aus dem Bett zieht. Es ist oft die Sehnsucht nach freieren Abenden, die viele dazu bringt, ihre Gewohnheiten zu ändern. Wenn der Abend naht und noch so viel auf der To-Do-Liste steht, leidet das soziale Leben. Werde dir deines eigenen Grundes bewusst. Er wird dir die nötige Motivation geben, um besser aufzustehen.
Dein Handy hat im Schlafzimmer nichts zu suchen
Tipp Nummer zwei ist überraschend einfach, aber extrem wirkungsvoll: Dein Smartphone gehört nicht ins Schlafzimmer – schon gar nicht als Wecker! Das hat gleich mehrere Gründe. Erstens ist das Handy ein riesiges Ablenkungsgerät. Kaum ist man wach, greift man danach und wird sofort von Instagram, Facebook oder den Nachrichten in den Tag gezogen. Das hilft dir nicht, energiegeladen aufzuspringen.
Zweitens ist die Nutzung des Handys vor dem Schlafengehen wissenschaftlich erwiesen schlecht für die Schlafqualität. Auch wenn du denkst, du schläfst trotzdem gut ein: Das blaue Licht und die Aktivität setzen in deinem Gehirn Cortisol frei, das Stresshormon. Und Stress wollen wir im Tiefschlaf wirklich nicht. Die Lösung? Lade dein Handy außerhalb deines Schlafzimmers auf und besorge dir einen dedizierten Wecker. Ja, das mag altmodisch klingen, aber es ist ein kleiner Preis für besseren Schlaf.
Konsequenz ist der Schlüssel: Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen
Wenn du zum Morgenmenschen werden möchtest, dann steht jeden Tag zur gleichen Zeit auf – wirklich jeden Tag, auch am Wochenende. Dein innerer Körperuhr liebt Rhythmus. Wenn sie weiß, wann es Zeit zum Aufwachen ist, versorgt sie dich mit der nötigen Energie.
Ist dein Schlafplan hingegen chaotisch, weiß dein Körper nicht, wann er Energie bereitstellen soll, und du fühlst dich morgens oft wie gerädert. Was, wenn du mal nur drei Stunden geschlafen hast? Dann sollte das die absolute Ausnahme bleiben. Versuche, die feste Aufwachzeit so gut es geht einzuhalten. Wenn du untertags eine kleine Power-Nap einlegst, ist das völlig in Ordnung. Es dauert etwa ein bis zwei Wochen, bis sich dein Körper daran gewöhnt hat, aber danach läuft es wie geschmiert.
Nur ein Wecker: Kein Snooze, keine zweite Chance
Ein häufiger Fehler, um leichter aus dem Bett zu kommen, ist das Stellen mehrerer Wecker. Viele denken, das sei ein Sicherheitsnetz. Doch in Wahrheit ist es eine unbewusste Erlaubnis an dich selbst, den ersten Alarm zu ignorieren und noch im Bett zu bleiben. Du gibst dir selbst die Lizenz zum Snoozen.
Trainiere dich stattdessen darauf, sofort auf den ersten Alarm zu reagieren. Es gibt keine zweite Chance. Wenn der Wecker klingelt, ist das dein Signal, aufzustehen. Keine Ausnahmen.
Bereite dich vor: Dein Morgenplan und die Vorabend-Routine
Was hält dich morgens oft im Bett? Vielleicht ist es der Mangel an einem klaren Plan für die ersten Minuten nach dem Aufwachen. Wenn du keinen Grund hast, aufzustehen, bleibst du liegen. Deshalb ist ein kleiner, einfacher Morgenplan so wichtig.
Das kann so simpel sein wie: Aufstehen, in die Hausschuhe schlüpfen und direkt zur Kaffeemaschine gehen, um den ersten Kaffee des Tages zu brühen.
Noch besser: Bereite dich schon am Vorabend vor! Mache es dir so einfach wie möglich, aus dem Bett zu springen.
* Lege deine Kleidung für den nächsten Tag bereit.
* Lege ein frisches Handtuch für die Dusche.
* Bereite deine Kaffeemaschine vor (oder was auch immer dein Morgenritual ist), sodass du nur noch den Knopf drücken musst.
* Schreibe deine wichtigste To-Do-Liste für den nächsten Tag auf. So weißt du, sobald der Kaffee in dir ist, genau, womit du anfangen kannst.
All diese kleinen Vorbereitungen reduzieren die mentale Hürde am Morgen enorm und erleichtern dir den Start in den Tag.
—
Häufig gestellte Fragen
Warum ist ein dedizierter Wecker besser als mein Handy?
Ein dedizierter Wecker verhindert Ablenkungen durch Nachrichten und Social Media direkt nach dem Aufwachen. Zudem mindert die Nutzung des Handys vor dem Schlafengehen die Schlafqualität, da das blaue Licht die Produktion des Stresshormons Cortisol anregt und deinen Tiefschlaf stört.
Was, wenn ich nicht genug Schlaf bekommen habe? Soll ich trotzdem zur gleichen Zeit aufstehen?
Idealerweise solltest du versuchen, deine feste Aufwachzeit so gut wie möglich einzuhalten, um deinen inneren Körperuhr zu trainieren. Wenn du in einer Nacht ausnahmsweise wenig Schlaf hattest, versuche, dies durch einen Power-Nap am Tag auszugleichen, anstatt deinen gesamten Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinanderzubringen.
Ich trinke keinen Kaffee. Was ist eine gute Alternative für ein Morgenritual?
Wenn Kaffee nicht deins ist, finde ein anderes kleines Ritual, das dir Freude bereitet und dir einen Grund gibt, aufzustehen. Das kann das Zubereiten eines Tees sein, ein Glas Zitronenwasser, eine kurze Yoga-Übung, ein paar Seiten in einem Buch lesen oder einfach nur ein paar Minuten die frische Luft am offenen Fenster genießen. Wichtig ist, dass du etwas hast, auf das du dich freuen kannst.

