Zukunft des Büros: Innovative Konzepte von Samsung, LinkedIn & Adobe

Januar 22, 2026

uberleben.com.de

Zukunft des Büros: Innovative Konzepte von Samsung, LinkedIn & Adobe

Stell dir vor, dein Büro wäre kein Ort mehr, an dem du einfach nur arbeitest, sondern ein lebendiger Raum, der dich inspiriert, motiviert und sogar fitter macht. Klingt nach Zukunftsmusik? Keineswegs! Einige der weltweit größten Unternehmen gestalten ihre Arbeitsumgebungen komplett neu und definieren damit die Zukünftige Bürokonzepte. Es geht nicht mehr nur um Schreibtische und Besprechungsräume, sondern um das Schaffen von Erlebnissen, die Mitarbeiter anziehen und halten. Wir haben uns angeschaut, wie Samsung, LinkedIn, Adobe, Marriott, Cisco und Amazon ihre Büros zu echten Wohlfühloasen und Hightech-Zentren machen.

Flexibilität und Hybrid-Arbeitsmodelle sind entscheidend

Die Pandemie hat alles verändert, und das hat auch die Bürogestaltung beeinflusst. Viele Unternehmen, darunter auch LinkedIn, mussten ihre Pläne überdenken. Wo ursprünglich 1080 einzelne Arbeitsplätze geplant waren, gibt es jetzt nur noch 569. Der Fokus liegt nun auf Experimentierfreude und einer Vielzahl von Räumen. Man findet Co-Working-Bereiche, die an Wohnzimmer erinnern, und das Konzept der fest zugewiesenen Schreibtische gehört der Vergangenheit an. Es geht darum, Mitarbeitern zu vertrauen und ihnen die Entscheidung zu überlassen, wo und wie sie am besten arbeiten können – sei es im Büro für ein paar Stunden oder den ganzen Tag.

Ähnlich sieht es bei Marriott aus, die ein neues 600 Millionen Dollar teures Hauptquartier gebaut haben. Auch hier wurde ein Viertel der Schreibtische entfernt, um mehr Raum für kollaborative Bereiche zu schaffen. Man glaubt fest daran, dass Menschen zusammenkommen müssen, auch wenn hybrides Arbeiten funktioniert. Bei Cisco erwartet man ebenfalls nicht mehr, dass alle 1700 Mitarbeiter gleichzeitig im Büro sind. Stattdessen werden die Büros zu Orten der Begegnung, während konzentriertes Arbeiten oft von zu Hause aus erledigt wird.

Räume für spontane Zusammenarbeit und soziale Interaktion

Das moderne Bürogestaltung Trend ist klar: Es geht darum, Menschen zusammenzubringen. Samsung hat in seinem futuristischen Hauptquartier auf geschwungene Formen und zweistöckige Bereiche gesetzt. Ein cleveres Detail: Eine Computerauswertung ergab, dass das Abrunden von Ecken die Sichtbarkeit verbessert und die Mitarbeiter dazu anregt, sich in diesen Bereichen zu treffen und zusammenzuarbeiten. Sogar das Café wurde nach außen verlegt, um dynamische Begegnungen zu fördern. Tischfußball, Tischtennis und Arcade-Spiele in der „Chill Zone“ tragen dazu bei, eine lebendige Atmosphäre zu schaffen.

Bei LinkedIn beginnt das Erlebnis bereits im Eingangsbereich: Statt einer großen Lobby gibt es ein Café, das zum Verweilen und Austauschen einlädt. Treppenhäuser ermutigen die Mitarbeiter, sich zu bewegen und sich spontan zu treffen – oft entstehen dabei ungeplante, aber wertvolle Gespräche. Auch Marriott hat seine Lobby hotelähnlich gestaltet und ein mehrstöckiges Atrium als flexiblen Treffpunkt geschaffen. Adobe wiederum hat den Übergang von Einzelbüros zu offenen, aber ausgewogenen Arbeitslandschaften vollzogen, weil man erkannte, dass die Menschen für bessere Ergebnisse zusammen sein müssen.

Technologie für optimierte Raumnutzung und „Digital Equality“

Technologie ist heute das Herzstück moderner Büros. Bei Cisco wurde ein 18 Millionen Dollar teures Redesign durchgeführt, bei dem Bildschirme, Kameras und Sensoren vor der Beleuchtung und den Möbeln geplant wurden. Meraki-Sicherheitskameras zählen Personen, WLAN-Zugangspunkte erfassen die Gerätedichte – und damit die Raumnutzung – sowie Luftqualität, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Mitarbeiter können auf Bildschirmen sehen, welche Räume frei sind (grün), belegt (rot) oder gebucht, aber ungenutzt (gelb). So wurde der Anteil von individuellen Arbeitsplätzen zugunsten von Teamflächen drastisch umgekehrt.

Ein zentrales Thema bei Cisco ist die „Digital Equality“ in hybriden Meetings. Kameras auf Tischhöhe richten sich auf den Sprecher aus, und spezielle Whiteboard-Technologie „entmaterialisiert“ die Person, die schreibt, damit entfernte Teilnehmer die Inhalte klar sehen können. Tische sind oft konisch geformt und haben auf der Bildschirmseite keine Stühle, um sicherzustellen, dass jeder, besonders aus der Ferne, direkten Blickkontakt zu allen Teilnehmern hat. Auch LinkedIn setzt auf solche intelligenten Kameras und Whiteboards, um Remote-Mitarbeitern ein gleichberechtigtes Meeting-Erlebnis zu bieten.

Wohlbefinden der Mitarbeiter durch natürliche Elemente und Vielfalt

Ein Mitarbeiterzentriertes Büro stellt das Wohlbefinden an erste Stelle. Samsung bietet auf jeder Etage Zugang ins Freie, viel natürliches Licht und Ausblicke. Auf dem Campus gibt es Tennisplätze, Basketballfelder, ein Fitnessstudio, Gärten, Massageräume und sogar Schlafkapseln – alles, um die Mitarbeiter zu motivieren und ihnen zu helfen, im Laufe des Tages 700 bis 800 Kalorien durch Bewegung im Büro zu verbrennen.

Die „Spheres“ von Amazon in Seattle sind ein herausragendes Beispiel für die Integration von Natur in die urbane Arbeitswelt. Sie sollen Stress reduzieren und die Konzentration verbessern. Das organische Design beherbergt einen echten Wald mit einer der größten Indoor-Living Walls des Landes (25.000 Pflanzen!). Hier gibt es sogar einen „Canopy Walk“ für Walking Meetings, da eine Gehgeschwindigkeit von 1,2 bis 1,8 Meilen pro Stunde als optimal für das Nachdenken gilt.

Adobe nutzt Farbtheorie, um die Stimmung zu beeinflussen: Ein lebhaftes Orange soll Freude wecken und zum Austausch anregen. Sie haben eine Farm-to-Fork-Cafeteria, die einen Teil ihres Gemüses aus dem firmeneigenen Garten bezieht – Mitarbeiter können sogar ihr eigenes Gemüse anbauen. Im Wellness-Center gibt es Kardio- und Kraftgeräte, Kurse und sogar eine „Soma Dome“ für geführte Meditationen. In ihrem „Lab 82“ experimentiert Adobe mit Pflanzen, Klängen, Farben und Düften, um die Wirkung auf Besprechungen zu testen.

Kontinuierliche Experimente und datengesteuerte Anpassungen

Die Zukunft ist ungewiss, und deshalb setzen diese Unternehmen auf ständiges Ausprobieren. LinkedIn betrachtet sein „Building One“ als eine Art Testlabor. „Wir wussten es einfach nicht, niemand hatte eine Glaskugel“, heißt es dort. Der Raum ist bewusst flexibel gestaltet, denn es könnte sein, dass in Zukunft mehr oder weniger Schreibtische benötigt werden.

Bei Adobe ist man überzeugt, dass „alles im Leben ein Experiment“ ist. Ganze Etagen wurden als Testumgebungen konzipiert. Man hört genau auf die Mitarbeiter: Beliebte Telefonzellen wurden nachträglich hinzugefügt, weil sie so gut ankamen. Selbst für einen neuen Turm, der 2022 eröffnet wurde, wurde bereits mit eingeplant, dass sich die Nutzung und die Anforderungen ständig weiterentwickeln werden.

Marriott hat einen Laborbereich mit Testküche und Modellzimmern geschaffen. Dreizehn Hotelzimmer im Nebengebäude dienen dazu, neue Designs unter realen Bedingungen mit echten Gästen zu testen – eine Investition von über 22.000 Quadratmetern nur für Innovation. Auch Cisco verfolgt einen „Tech-First“-Ansatz und glaubt, dass die Technologie das Herzstück der zukünftigen Gebäudegestaltung sein wird. Die gesammelten Daten helfen dabei, die Räume kontinuierlich zu optimieren.

Die Büros der Zukunft sind also keine starren Konstrukte, sondern lebendige, sich ständig entwickelnde Ökosysteme. Sie sind darauf ausgelegt, Hybrid-Arbeit zu unterstützen, die Zusammenarbeit zu fördern, die Natur zu integrieren und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern – ein spannender Wandel, der uns alle betrifft.

Häufig gestellte Fragen

1. Warum investieren Unternehmen wie Samsung und LinkedIn so stark in neue Bürokonzepte?

Diese Unternehmen investieren massiv, um im „War for Talent“ wettbewerbsfähig zu bleiben und die besten Mitarbeiter anzuziehen und zu binden. Moderne Büros unterstützen flexible Hybrid-Arbeitsmodelle, fördern die spontane Zusammenarbeit und steigern das Wohlbefinden der Mitarbeiter, was letztlich zu höherer Produktivität führt.

2. Welche Rolle spielt Technologie in diesen modernen Büros?

Technologie ist fundamental. Sensoren und Kameras optimieren die Raumnutzung durch Belegungserfassung. In hybriden Meetings sorgen fortschrittliche Kameras und intelligente Whiteboards für „Digital Equality“, sodass Remote-Teilnehmer ebenso gut eingebunden sind wie die physisch Anwesenden. Zudem werden Umweltdaten wie Luftqualität und Temperatur erfasst, um eine optimale Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten.

3. Wie fördern Unternehmen das Wohlbefinden der Mitarbeiter durch Bürogestaltung?

Das Wohlbefinden wird auf vielfältige Weise gefördert: durch die Integration von viel natürlichem Licht, Pflanzen und Zugang zu Außenbereichen (wie bei Samsung und Amazon). Es gibt eine große Vielfalt an Arbeitsumgebungen, Chill-Zonen und sogar Schlafkapseln. Unternehmen wie Adobe nutzen Farbtheorie und bieten Wellness-Zentren, firmeneigene Gärten und gesunde Essensoptionen an, um eine erfrischende und inspirierende Atmosphäre zu schaffen.

Schreibe einen Kommentar