Herzklopfen durch Angst: Ursachen, Symptome & 10 Tipps zur Linderung

Februar 9, 2026

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Herzklopfen durch Angst: Ursachen, Symptome & 10 Tipps zur Linderung

Haben Sie schon einmal das Gefühl gehabt, Ihr Herz rast, flattert oder schlägt unregelmäßig? Manchmal spürt man es im Nacken oder im Hals, oder es fühlt sich an, als würde es einen Schlag aussetzen. Wenn ja, dann haben Sie wahrscheinlich Herzklopfen durch Angst erlebt. Diese Palpitationen sind ein sehr häufiges Symptom von Angstzuständen und können, obwohl sie im Moment beängstigend wirken mögen, in den meisten Fällen harmlos sein und sind kein Zeichen für ein ernstes Herzproblem.

Bevor Sie aber in Panik geraten, sollten wir eines klarstellen: Palpitationen, die von anderen Symptomen wie Schwindel oder einem Engegefühl in der Brust begleitet werden, können manchmal auf etwas Ernsteres hindeuten. Doch auch diese Begleiterscheinungen sind oft nur ein Zeichen verstärkter Angst. Deshalb der Rat: Wenn Sie Bedenken bezüglich Ihres Herzens oder Ihrer Herzpalpitationen haben, schadet ein Besuch beim Hausarzt sicher nicht. Sobald Ihr Arzt Entwarnung gibt und bestätigt, dass es sich um angst- oder stressbedingtes Herzklopfen handelt, können wir uns den Ursachen und vor allem den Strategien zur Linderung widmen.

Herzklopfen durch Angst und Stress: Meist harmlos, aber ernst zu nehmen

Herzpalpitationen entstehen oft durch einen Adrenalinschub im Körper – ein Hormon, das ins Blut freigesetzt wird, wenn Sie sich überanstrengen, nervös oder ängstlich fühlen, oder sogar wenn Sie aufgeregt sind. Dieses Herzrasen durch Stress ist eine normale körperliche Reaktion.

Neben emotionalem Stress können aber auch bestimmte Substanzen Herzklopfen auslösen oder verstärken. Denken Sie an Koffein, Alkohol, scharfes Essen, Nikotin und sogar bestimmte Freizeitdrogen. Auch medizinische Zustände wie eine überaktive Schilddrüse, niedriger Blutdruck, niedriger Blutzuckerspiegel, Dehydration oder hohes Fieber können Palpitationen verursachen. Falls Ihr Herzklopfen vermehrt Angstzustände oder Panikattacken auslöst, lohnt es sich immer, diese möglichen Ursachen ärztlich abklären zu lassen. Ihr Arzt kann Ihnen unter Umständen ein EKG (Elektrokardiogramm) anbieten, um Herzfrequenz und -rhythmus zu beurteilen.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Wie bereits erwähnt, ist es entscheidend, auf Begleitsymptome zu achten. Wenn Ihr Herzklopfen von Schwindelgefühlen, Ohnmacht oder einem starken Engegefühl in der Brust begleitet wird, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Auch wenn diese Symptome *ebenfalls* durch starke Angst ausgelöst werden können, ist eine medizinische Abklärung wichtig, um ernsthafte Probleme auszuschließen und Ihnen die nötige Beruhigung zu verschaffen.

Auslöser erkennen und reduzieren

Viele der Faktoren, die Herzklopfen hervorrufen, sind Teil unseres Alltags. Das Gute daran ist: Das bedeutet, wir können sie oft beeinflussen! Überlegen Sie, welche dieser Dinge auf Sie zutreffen könnten. Oft ist es eine Kombination mehrerer Faktoren, die zu den unangenehmen Palpitationen führt.

10 praktische Strategien zur Linderung von Herzklopfen

Sobald Ihr Arzt bestätigt hat, dass Ihre Palpitationen angst- oder stressbedingt sind, haben Sie die Kontrolle, ihre Häufigkeit und Intensität zu reduzieren. Hier sind 10 bewährte Tipps, um Ihre Palpitationen zu lindern:

1. Entspannung finden: Emotionaler Stress ist eine Hauptursache. Techniken zur Stressreduktion können die Häufigkeit und Stärke der Palpitationen begrenzen. Probieren Sie meditative Entspannungsformen und Atemtechniken aus.

2. Koffein reduzieren: Koffein wirkt stimulierend auf den Körper und kann viele Angstsymptome, einschließlich Herzklopfen, verschlimmern. Versuchen Sie, den Konsum von stark koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee und Energy-Drinks zu mäßigen oder auf koffeinfreie Alternativen umzusteigen.

3. Alkohol mäßigen: Ähnlich wie Koffein kann auch übermäßiger Alkoholkonsum zur Häufigkeit von Palpitationen beitragen. Trinken Sie Alkohol immer in Maßen.

4. Nikotin meiden: Nikotin beeinflusst das Herz-Kreislauf-System auf eine Weise, die bekanntermaßen Herzklopfen verursacht. Versuchen Sie, das Rauchen zu reduzieren oder ganz aufzuhören. Beachten Sie jedoch, dass Nikotinentzug kurzzeitig zu mehr Palpitationen führen kann.

5. Ausreichend Wasser trinken: Sie werden Ihre Palpitationen wahrscheinlich nicht mit einem Glas Wasser „wegtrinken“, aber Dehydration trägt bekanntermaßen dazu bei. Achten Sie darauf, den ganzen Tag über ausreichend Wasser zu sich zu nehmen.

6. Medikamente überprüfen: Bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können Herzklopfen verursachen oder verstärken. Dazu gehören Diätpillen und Asthmainhalatoren sowie Stimulanzien und Erkältungsmittel. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker alle Medikamente, die Sie einnehmen und die möglicherweise Ihre Palpitationen verursachen könnten.

7. Sport treiben: Bewegung ist ein natürlicher und sehr effektiver Stresskiller. Versuchen Sie entspannende Formen wie Yoga und Tai Chi, oder nutzen Sie intensivere Übungen wie Laufen oder Gewichtheben, um aufgestautes Adrenalin abzubauen.

8. Professionelle Hilfe suchen: Psychologen und Therapeuten sind darin geschult, Ihnen beim Umgang mit ängstlichen und stressigen Gedanken zu helfen, was wiederum Palpitationen reduzieren kann. Informieren Sie sich über Kurse zur Angstreduktion oder kognitive Verhaltenstherapie (CBT).

9. Die Husten-Technik: Es wird angenommen, dass kräftiges Husten helfen kann, Palpitationen zu stoppen, sobald sie beginnen. Versuchen Sie, einmal kräftig zu husten, wenn Ihre Palpitationen einsetzen, für sofortige Linderung.

10. Akzeptanz üben: Vielleicht die schwierigste, aber oft effektivste Methode, mit Palpitationen umzugehen, ist, sie einfach zu akzeptieren. Ähnlich wie bei vielen anderen Angstsymptomen sind Palpitationen sowohl Symptom als auch Ursache von Angst – eine kann zur anderen im Teufelskreis der Angst führen. Bewusstes Nachdenken und übermäßiges Bewusstsein der Palpitationen verstärken diesen Kreislauf. Akzeptanz hilft, ihn zu durchbrechen.

Denken Sie immer daran: Wenn Sie sich Sorgen um Symptome machen, die Ihr Herz betreffen, ist es immer am besten, Ihren Hausarzt aufzusuchen. Sobald Sie die Gewissheit haben, dass Ihre Palpitationen durch Angst ausgelöst werden, verfügen Sie über die Werkzeuge und Informationen, um sie in Ihrem Leben zu reduzieren oder zu beseitigen.

Häufig gestellte Fragen

F: Sind Herzpalpitationen immer ein Grund zur Sorge?

A: In den meisten Fällen sind Herzpalpitationen, insbesondere wenn sie mit Angst oder Stress verbunden sind, harmlos und kein Zeichen einer ernsthaften Herzerkrankung. Treten sie jedoch zusammen mit Symptomen wie Schwindel, Ohnmacht oder einem Engegefühl in der Brust auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

F: Welche alltäglichen Faktoren können Herzklopfen auslösen?

A: Häufige Auslöser sind emotionaler Stress, Koffein, Alkohol, Nikotin, scharfes Essen, Dehydration und bestimmte Medikamente. Auch medizinische Zustände wie eine überaktive Schilddrüse oder niedriger Blutzucker können Palpitationen verursachen.

F: Was kann ich tun, um Herzklopfen durch Angst zu reduzieren?

A: Effektive Strategien umfassen Stressreduktion durch Entspannungstechniken und Bewegung, Mäßigung von Stimulanzien wie Koffein und Alkohol, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Überprüfung von Medikamenten, professionelle Hilfe (z.B. kognitive Verhaltenstherapie) und das Erlernen der Akzeptanz der Symptome.

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